Microsoft steht vor Kartellrechtsklage wegen OpenAI-Partnerschaft

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Die enge Partnerschaft von Microsoft mit OpenAI steht unter juristischer Kritik. Eine neue Sammelklage, die vor einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurde, wirft dem Technologieriesen vor, den KI-Markt durch seinen Exklusivvertrag mit dem ChatGPT-Hersteller illegal zu manipulieren.

Die Kläger, 11 KI-Nutzer aus den gesamten USA, behaupten, Microsoft habe durch die milliardenschwere Partnerschaft eine unfaire Kontrolle über die Cloud-Ressourcen erlangt, die für die Stromversorgung von ChatGPT und anderen generativen KI-Tools erforderlich sind. Diese Kontrolle, so behaupten sie, habe die Preise in die Höhe getrieben und die Innovation verringert, so dass den Nutzern weniger erschwingliche Optionen zur Verfügung stünden.

Microsoft begann 2019 stark in OpenAI zu investieren und investierte über 13 Milliarden US-Dollar in das in San Francisco ansässige Startup. Durch den Deal wurde Microsoft zum exklusiven Cloud-Anbieter für die KI-Modelle von OpenAI und integrierte ChatGPT und verwandte Technologien durch Produkte wie Copilot tief in das Microsoft-Ökosystem.

Laut der Klage hat diese Partnerschaft die Rechenleistung von OpenAI effektiv an die Azure-Cloud von Microsoft gebunden, wodurch Konkurrenten den Zugriff auf vergleichbare Ressourcen eingeschränkt haben und Microsoft Gewinne erzielt und gleichzeitig den aufstrebenden KI-Markt im Griff behalten konnte.

In der Beschwerde wird außerdem behauptet, dass der Einfluss von Microsoft zu künstlich hohen ChatGPT-Abonnementpreisen geführt habe, insbesondere während des diesjährigen Preiskampfs zwischen KI-Plattformen.

Microsoft verteidigt Partnerschaft

Microsoft hat jegliches Fehlverhalten bestritten und erklärt, dass die Zusammenarbeit mit OpenAI „Innovation und gesunden Wettbewerb fördert“. OpenAI, das nicht als Angeklagter genannt wird, hat sich zu dem Fall nicht geäußert.

Dennoch argumentieren die Kläger, dass das Verhalten von Microsoft klassische Monopoltaktiken widerspiegelt, die darauf abzielen, eine schnell wachsende Branche zu dominieren, bevor eine sinnvolle Regulierung erfolgt.

Sie fordern Schadensersatz für angeblich überhöhte Gebühren seit der Einführung von ChatGPT im Jahr 2022 sowie eine gerichtliche Anordnung, um zu verhindern, dass Microsoft ähnliche Beschränkungen wieder einführt.

Der Fall Samuel Bryant et al gegen Microsoft Corp könnte zu einem der ersten großen Tests des Kartellrechts im Zeitalter der generativen KI werden.

über: Reuters

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