
Egal, was Sie auf Ihrem PC tun, die Chancen stehen gut, dass Sie auf der Suche nach etwas mehr Leistung sind. Ob wir um ein paar zusätzliche Bilder pro Sekunde kämpfen oder einfach nur, weil Ihr Computer nicht mehr so schnell ist wie früher: Wir neigen dazu, alles Mögliche auszuprobieren, um bessere Ergebnisse zu erzielen.
Ein Tool, das Sie vielleicht noch nicht kennen, ist Dev Drives. Dabei handelt es sich um eine relativ neue Funktion in Windows 11, die in erster Linie für Entwickler gedacht ist und Ihnen während Entwicklungsworkflows eine schöne Leistungssteigerung bescheren kann. Wenn Sie an der Erstellung von Software jeglicher Art arbeiten, sollten Sie sie vielleicht ausprobieren.
Was sind Dev Drives?
Es handelt sich nicht um physische Laufwerke auf Ihrem PC

Dev Drives wurden mit Version 22H2 zu Windows 11 hinzugefügt, und wie Sie sich wahrscheinlich vorstellen können, handelt es sich dabei nicht um physische Laufwerke, die nach der Installation dieses Updates auf magische Weise in Ihrem PC erscheinen. Stattdessen handelt es sich hierbei um virtuelle Laufwerke, die Sie zu Entwicklungszwecken auf Ihrem Computer erstellen können. Das Ziel besteht darin, ausschließlich Ihre Build-Dateien zu speichern, nicht Dinge wie Abhängigkeiten oder Programme, die Sie möglicherweise aus dem Internet herunterladen müssen.
Sie können Entwicklungslaufwerke als Partitionen auf Ihrem physischen Laufwerk oder als virtuelle Festplatten erstellen, wodurch sie etwas portabler und einfacher zu verwalten sind, allerdings auf Kosten der Leistung. Sie können ihre Größe wählen und im Falle virtueller Festplatten auch Dinge wie das Format und ob Sie die Größe des Laufwerks dynamisch an den Inhalt anpassen oder eine Datei mit fester Größe verwenden möchten.

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Wie ist es eigentlich anders?
Leistung vor Sicherheit

Der erste Unterschied zwischen einem Dev Drive und einer typischen Partition oder virtuellen Festplatte auf Ihrem PC ist das Dateisystem. Während eine typische Windows-Partition das NTFS-Dateisystem verwendet, verwenden Dev Drives das neuere ReFS-Dateisystem, obwohl dies allein keine großen praktischen Auswirkungen haben sollte. Wir haben bereits einige der bemerkenswerteren Unterschiede zwischen ReFS und NTFS behandelt, und obwohl es auf technischer Ebene Unterschiede gibt, sollten Sie in diesem Fall davon nicht wesentlich betroffen sein.
Was jedoch einen Unterschied macht, ist die Art und Weise, wie diese Laufwerke von Windows selbst wahrgenommen werden, insbesondere von Microsoft Defender, der integrierten Anti-Malware-Lösung. Dev Drives werden von Defender als „vertrauenswürdig“ markiert, was bedeutet, dass die darin gespeicherten Dateien nicht wie der Rest des Betriebssystems kontinuierlich auf Malware überprüft werden. Das hört sich vielleicht nicht nach viel an, aber die kontinuierliche Prüfung auf Malware kann die Lese- und Schreibgeschwindigkeit beim Zugriff auf ein Laufwerk erheblich beeinträchtigen. Wenn Sie sie also deaktivieren, können Sie eine erhebliche Leistungssteigerung erzielen. Microsoft selbst hat einige Vergleiche basierend auf einigen unterschiedlichen Arbeitslasten durchgeführt und Sie können eine bis zu 41 % schnellere Leistung feststellen.

Ansonsten bieten als VHDs erstellte Entwicklungslaufwerke auch die gleichen Vorteile wie diese, z. B. die dynamische Größenänderung und die Tatsache, dass sie portierbar sind. Sie können eine VHD-Datei einfach auf eine externe Festplatte kopieren und auf einem anderen PC darauf zugreifen. Microsoft rät jedoch davon ab, eine virtuelle Festplatte, die als Entwicklungslaufwerk verwendet wird, zu verschieben und sie dann weiterhin als Entwicklungslaufwerk auf einem anderen PC zu verwenden.

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Einige Sicherheitsbedenken

Ich habe es bereits erwähnt, aber es gibt einen kleinen Vorbehalt bei dieser Funktion, die ihre Zielgruppe ist. Dev Drives richten sich direkt an Entwickler, die intensive Dateisystemaufgaben erledigen müssen, wie etwa das Klonen von Repos oder das Erstellen einer Anwendung aus Quelldateien. Da für diese Aufgaben viele Daten gelesen und geschrieben werden müssen, machen die Geschwindigkeitsverbesserungen einen großen Unterschied.
Ein weiterer Grund, warum diese Funktion in dieser Form existieren kann, besteht darin, dass die Build-Dateien für eine App ganz Ihnen gehören. Im Allgemeinen erstellen Sie diese oder beziehen sie von einer vertrauenswürdigen Quelle und nehmen bei Bedarf Änderungen vor, damit Sie genau wissen, was darin vor sich geht. Da Sie diesen Dateien im Allgemeinen vertrauen können, ist das Deaktivieren von Sicherheitsscans von Microsoft Defender im Allgemeinen sicher, und hieraus ergibt sich ein großer Leistungsvorteil.
Technisch gesehen müssen Sie sich nicht nur auf Entwicklungsdateien beschränken. Wenn Sie das Risiko akzeptieren, können Sie alles in einem Dev Drive speichern – aber das ist ein großes Risiko. Microsoft Defender-Prüfungen sind für die Sicherheit Ihres PCs unerlässlich. Es wird daher nicht empfohlen, heruntergeladene Dateien aus dem Internet darauf zu speichern. Dies ist ein Geschwindigkeitstrick, der nur für diejenigen gedacht ist, die wirklich wissen, was sie tun.

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Ein Produktivitätsschub für Entwickler
Trotz der Vorbehalte stellen Dev Drives immer noch einen erheblichen Leistungsschub für Entwickler dar. Durch die Verbesserung der Lesegeschwindigkeiten Ihres Laufwerks können Sie ziemlich große Vorteile erzielen, und während Nicht-Entwickler äußerst vorsichtig sein müssen, könnten Sie sich technisch gesehen andere Verwendungsmöglichkeiten dafür einfallen lassen, um diese Vorteile auf andere Anwendungsfälle auszudehnen. Sie finden Dev Drives in der Einstellungen-App unter Windows 11, also schauen Sie sich diese unbedingt an.
*️⃣ Quelllink:
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