Die meisten Anleitungen zur Windows-Optimierung sind Unsinn, und einige könnten Ihren PC verschlechtern

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Auf der Suche nach hohen Frameraten bin ich auf Dutzende „Windows-Optimierungsleitfäden“ gestoßen, die dramatische Leistungssteigerungen versprechen und in der Regel verschiedene Registry-Optimierungen, die Deaktivierung von Hintergrunddiensten oder die Aktivierung bestimmter Einstellungen beinhalten, und obwohl einige dieser Optimierungen wahr sind, enthalten sie oft eine Menge Unsinn. Entweder bringt das Ergebnis keine messbare Verbesserung, oder die Kompromisse lohnen sich einfach nicht.

Einige der Ratschläge basieren auf Mythen (oder Wahrheiten) aus jahrzehntealten Windows-Versionen, während andere Optimierungen tatsächlich die Stabilität beeinträchtigen, Funktionen beeinträchtigen oder später neue Probleme verursachen können. In vielen Fällen ist die beste Optimierungsstrategie viel einfacher und erfordert weitaus weniger Eingriffe, als Sie vielleicht denken.

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Überraschend viele Ratschläge zur Windows-Optimierung stammen aus der Windows XP- und Windows 7-Ära. Damals verfügten PCs üblicherweise über 2–4 GB RAM, mechanische Festplatten waren die Norm und Hintergrunddienste waren weniger effizient als heute. Aufgrund dieser Einschränkungen haben bestimmte Optimierungen wirklich geholfen: Dinge wie das Deaktivieren von Superfetch oder die Indizierung der Windows-Suche sorgten damals für einen echten Anstieg der Reaktionsfähigkeit, aber heute bringen diese Dinge keine nennenswerten Vorteile mehr.

Eines der besten Beispiele hierfür ist die Option „Vollbildoptimierungen deaktivieren“ in den Eigenschaften einer.exe-Datei. Dies war ein äußerst häufiger Tipp zur Steigerung der Reaktionsfähigkeit in Spielen. In der Vergangenheit nutzten Spiele ausschließlich den Vollbildmodus, wodurch sie die direkte Kontrolle über die Anzeige hatten und den Desktop-Compositor umgingen. Dies reduzierte die Latenz und stellte sicher, dass sich die GPU vollständig auf das Spiel und nichts anderes konzentrierte. Allerdings hatte der exklusive Vollbildmodus auch Nachteile: langsameres Alt-Tab, Probleme mit Overlays und Kompatibilitätsprobleme mit modernem Desktop-Compositing.

Hier würde die Deaktivierung der Vollbildoptimierungen ins Spiel kommen, da Windows dadurch gezwungen würde, dieses Hybridverhalten zu deaktivieren. Das Spiel wird versuchen, den älteren exklusiven Vollbildpfad anstelle des optimierten randlosen Präsentationsmodells zu verwenden. Wenn Sie dieses Kontrollkästchen heute in einem modernen Spiel aktivieren würden, würden Sie Windows tatsächlich dazu zwingen, die alte Art der Verarbeitung von Vollbild-Apps zu verwenden, die langsamer ist als heute mit DirectX 12- und Vulkan-Grafik-APIs.

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Während viele Optimierungen einfach wirkungslos sind, können andere aktiv Probleme verursachen, und das sieht man an aggressiven Debloating-Skripten, Registry-Optimierungen und sogar benutzerdefinierten Energieplänen.

Durch das Deblotieren von Skripten können häufig Dienste entfernt werden, die möglicherweise nicht kritisch sind, wenn Sie lediglich Spiele ausführen möchten. Das Entfernen bestimmter Windows-Komponenten kann jedoch zu seltsamen Fehlern führen, wenn Sie versuchen, andere Anwendungen zu verwenden. Ich habe sogar völlige Startfehler nach Updates gesehen, weil die integrierten Dienste seltsamerweise deaktiviert wurden. Das Gleiche gilt für Registry-Optimierungen. Mit der Registrierung herumzuspielen ist ein riskantes Unterfangen, es sei denn, Sie wissen wirklich, was Sie tun. Viele beliebte Registrierungsoptimierungen stammen aus sehr alten Windows-Versionen. Sie kursieren weiterhin in Optimierungsleitfäden, obwohl sich das zugrunde liegende Verhalten im Laufe der Zeit geändert hat. Ein häufiges Beispiel ist die Vorstellung, dass das Löschen bestimmter Netzwerk- oder Zeitplanerwerte die Spieleleistung verbessern würde. Einige Anleitungen empfehlen die Bearbeitung von Dingen wie dem Netzwerk-Drosselungsindex oder den Profileinstellungen des Multimedia-Systems und behaupten, sie würden die Latenz reduzieren, aber in Wirklichkeit bringt es nichts. Das ist ein harmloses Beispiel, aber einige der geringfügigen Änderungen, die Sie sehen, können bei Ihrer Installation zu ernsthaften Problemen führen, wenn Sie nicht vorsichtig sind.

Schließlich sind benutzerdefinierte Energiepläne wahrscheinlich mein größter Ärger. In Optimierungsleitfäden werden häufig benutzerdefinierte Windows-Energiepläne empfohlen, um die Leistung Ihres PCs zu steigern. In vielen Anleitungen wird empfohlen, aggressive Profile zu importieren oder versteckte Einstellungen mithilfe von Tools wie powercfg manuell zu bearbeiten. Auch wenn sie in manchen Nischenfällen durchaus hilfreich sein können, können sie in vielen Fällen das CPU-Boosting-Verhalten unterbrechen, die GPU-Planung stören und Temperatur- und Stromverbrauchserhöhungen verursachen, ohne dass es zu einer messbaren Leistungsverbesserung kommt.

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