
Die „Stop Killing Games“-Bewegung tritt in eine neue Phase ein, da sie von öffentlichen Kampagnen zu einem direkten regulatorischen Engagement in der Europäischen Union übergeht.
Laut VideoCardz bestätigte Ross Scott, das Aushängeschild der Kampagne, dass die Gruppe nun der Gesetzgebungsstrategie und Diskussionen mit Regulierungsbehörden Vorrang vor häufigen öffentlichen Aktualisierungen geben wird. Der Schritt erfolgt, während die damit verbundene europäische Bürgerinitiative „Stoppt die Zerstörung von Videospielen“ einer formellen Prüfung durch die Europäische Kommission unterzogen wird.
Stop Killing Games geht von Unterschriften zu politischer Strategie über
Stop Killing Games wurde 2024 als globale Verbraucherrechtskampagne ins Leben gerufen, die Verlage herausforderte, die gekaufte Titel nach der Abschaltung von Online-Servern unspielbar machten.
Die Gruppe argumentiert, dass Spieler, die ein Spiel kaufen, den Zugang nicht vollständig verlieren sollten, sobald der offizielle Support endet. Anstatt einen unbegrenzten Live-Service-Support zu fordern, fordert die Kampagne End-of-Life-Lösungen, die es ermöglichen würden, dass kostenpflichtige Spiele nach der Abschaltung in irgendeiner Form spielbar bleiben.
Ross Scott erklärte, dass der Schwerpunkt nun auf der politischen Arbeit hinter den Kulissen liegt, einschließlich der strukturierten Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden und Gesetzgebern. Öffentliche Aktualisierungen könnten seltener werden, da sich die Bemühungen auf Regulierungskanäle konzentrieren.
EU-Überprüfung jetzt im Gange
Die mit der Kampagne verbundene Europäische Bürgerinitiative wurde am 26. Januar 2026 zur Prüfung eingereicht. Die Europäische Kommission wird voraussichtlich bis zum 27. Juli 2026 eine formelle Antwort herausgeben.
Der Prozess umfasst ein Treffen mit Vertretern der Kommission und eine öffentliche Anhörung im Europäischen Parlament. Abhängig vom Ergebnis könnte die Kommission entscheiden, ob Gesetzesvorschläge oder weitere Untersuchungen gerechtfertigt sind.
Frühere Versuche, Probleme mit Spielabschaltungen im Rahmen des Digital Fairness Act anzugehen, stießen Berichten zufolge auf Widerstand in der Branche. Kritiker innerhalb der Branche argumentierten, dass strengere Regeln Verlage dazu drängen könnten, Server auf unbestimmte Zeit zu warten.
Rückschläge der Branche und rechtliche Wege
Der Handelskonzern Video Games Europe betont, dass die Einstellung von Online-Diensten für Verlage weiterhin eine praktikable Option bleiben müsse. Branchenvertreter warnen davor, dass zu strenge Anforderungen die Flexibilität und Innovation von Unternehmen einschränken könnten.
Als Reaktion darauf betont die Kampagne, dass sie keine endlosen Unterstützungsverpflichtungen anstrebe. Stattdessen schlägt es angemessene Verbraucherschutzmaßnahmen vor, wie etwa Offline-Patches oder Server-Release-Optionen, sofern dies machbar ist.
Berichten zufolge werden zwei neue Nichtregierungsorganisationen gegründet, eine in der EU und eine in den Vereinigten Staaten, um langfristige Interessenvertretungsbemühungen zu unterstützen. Diese Gruppen wollen weiterhin Gegenlobby betreiben, selbst wenn die unmittelbaren gesetzgeberischen Bemühungen ins Stocken geraten.
Als Ausweichstrategie könnte die Bewegung versuchen, bestehende EU-Verbraucherschutzgesetze durchzusetzen. Dieser Ansatz würde jedoch wahrscheinlich landesspezifische rechtliche Schritte erfordern, wodurch sich die Fristen möglicherweise erheblich verlängern würden.
Zu den weiteren Gaming-Neuigkeiten zählt, dass Xbox Game Pass kürzlich sein Angebot erweitert hat, während PlayStation Plus Extra- und Premium-Februar-Titel jetzt zum Download verfügbar sind.
Darüber hinaus wurden für vier Xbox Game Pass-Titel neue Gameplay-Trailer enthüllt, die einen genaueren Blick auf kommende Veröffentlichungen bieten.
*️⃣ Quelllink:
VideoCardz , Game Pass hat kürzlich sein Sortiment erweitert, Premium-Titel für Februar stehen jetzt zum Download zur Verfügung, neue Gameplay-Trailer enthüllt,