
Microsofts neuestes Experiment innerhalb von OneDrive lässt Benutzer sich fragen, wie viel Kontrolle sie wirklich über ihre Daten haben. Das Unternehmen testet im Stillen eine KI-gesteuerte Gesichtserkennungsfunktion, die Fotos automatisch nach Personen gruppiert. Ein in den Einstellungen verborgenes Detail hat jedoch bei den Benutzern Alarm ausgelöst.
Laut einem Bericht von Slashdot stellten die Vorschau-Benutzer fest, dass die Gesichtserkennungseinstellung nur dreimal pro Jahr ausgeschaltet werden kann. Das bedeutet, dass jeder, der seine Datenschutzeinstellungen häufig ändern möchte, möglicherweise an seine Grenzen stößt. Das ist natürlich eine ungewöhnliche Einschränkung für eine Funktion, die sich noch in der Testphase befindet.
Bild: Slashdot
Die Entdeckung sorgte bei Datenschützern schnell für Aufsehen. Im Gespräch mit Slashdot sagte Thorin Klosowski von EFF, dass Funktionen wie diese „immer aktiviert sein sollten“ und fügte hinzu, dass „Unternehmen eine klare Dokumentation bereitstellen sollten, damit Benutzer die Risiken und Vorteile verstehen und diese Entscheidung selbst treffen können.“
Klosowski kritisierte auch die Umschaltbeschränkung und sagte, dass die Leute „diese Einstellungen nach Belieben ändern können sollten“, da sich die Datenschutzbedürfnisse mit der Zeit ändern können.
Im Anschluss an die Geschichte stieß Windows Insight auf die eigene Dokumentation von Microsoft, die etwas anders spricht. Das Unternehmen gibt an, dass Benutzer die Gesichtserkennung über die OneDrive-Einstellungsseite frei deaktivieren können. Dadurch werden alle Gesichtsdaten innerhalb von 30 Tagen dauerhaft gelöscht.
Microsoft besteht außerdem darauf, dass die Funktion keine gemeinsamen KI-Modelle trainiert, alle Daten bleiben lokal in Ihrem Konto. Das AI-Tool zur Gesichtsgruppierung befindet sich vorerst noch in der eingeschränkten Vorschau und wird noch nicht von allen gesehen. Doch während Microsoft sich auf eine umfassendere Einführung vorbereitet, fordern Benutzer bereits klarere Datenschutzkontrollen.
über: PC Gamer
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