Intel kann Arc B770 wegen Kosten und VRAM-Preisen stillschweigend zurückstellen

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Intel Arc stand in letzter Zeit weiterhin im Rampenlicht, nachdem das Unternehmen die XeSS 3-Unterstützung für Arc-GPUs eingeführt hatte. Enthusiasten gelang es mithilfe von Workarounds sogar, XeSS 3 auf nicht unterstützter Hardware zu aktivieren. Dennoch sehen nicht alle Nachrichten positiv für Intels Ambitionen bei der diskreten GPU aus.

Berichten zufolge stellt Intel Arc B770 aus finanziellen Gründen ein

Laut Guru3D hat Intel die gemunkelte Arc B770 Consumer-Desktop-GPU stillschweigend zurückgestellt. Der Bericht zitiert anonyme Quellen und bleibt von Intel unbestätigt.

Die Quellen beschreiben den Schritt eher als geschäftlichen Anruf und nicht als technischen Fehler. Berichten zufolge entschied Intel, dass der Arc B770 aus Sicht der Kapitalrendite keinen Sinn ergibt, obwohl der Chip ein ausgereiftes Entwicklungsstadium erreicht hat.

Arc B770 wurde als größere „Big Battlemage“-Desktop-GPU basierend auf der BMG-G31-Konfiguration positioniert. Die Erwartungen deuteten auf 32 Xe-Kerne, 16 GB VRAM und eine 256-Bit-Speicherschnittstelle hin. Viele sahen darin eine starke 1440p-Option mit mehr Speicherreserven als konkurrierende 12-GB-Karten.

VRAM-Preise und langfristige Kosten spielen eine Rolle

Der Bericht hebt die anhaltenden Lieferengpässe bei VRAM und die erhöhten Speicherpreise als Haupthindernisse hervor. Ein 16-GB-Design würde die Herstellungskosten erhöhen und die Preisgestaltung im Vergleich zu etablierten 12-GB-GPUs erschweren. Intel hätte eine aggressive Preisgestaltung benötigt, um den zusätzlichen Speicher attraktiv zu machen und gleichzeitig die Produktionskosten zu decken.

Über die Hardwarekosten hinaus bringt die Einführung einer separaten GPU langfristige Verpflichtungen mit sich. Treiberentwicklung, -validierung, -tests und -optimierung verursachen wiederkehrende Betriebskosten. Bleiben die Verkaufsmengen begrenzt, erhöhen diese Kosten die Belastung pro Einheit erheblich.

In diesem Szenario kann eine GPU zwar technisch ausgereift sein, eine Markteinführung für Verbraucher aber dennoch nicht rechtfertigen.

Intel hat keine formelle Stellungnahme zur Verbraucherfreigabe des Arc B770 abgegeben. Wenn sich der Bericht bewahrheitet, könnten sich Intels kurzfristige Consumer-GPU-Pläne weiterhin auf kleinere Battlemage-Modelle konzentrieren. Größeres Battlemage-Silizium könnte stattdessen eine Rolle in Nicht-Verbraucher- oder alternativen Märkten finden.

In anderen Intel-GPU-Neuigkeiten könnte das Unternehmen das Arc-Branding basierend auf der Speicherkonfiguration einschränken. Diese Änderung würde sich nach aktuellen Informationen eher auf die Benennung als auf die tatsächliche Leistung auswirken.

*️⃣ Quelllink:

XeSS 3-Unterstützung für Arc-GPUs, XeSS 3 auf nicht unterstützter Hardware aktivieren, Guru3D, Arc-Branding basierend auf der Speicherkonfiguration einschränken,