
Seit Wochen kursieren Gerüchte darüber, dass Intel möglicherweise das Arc-Branding basierend auf der Speichergeschwindigkeit einschränkt, aber das Unternehmen hat auch neue Workstation-Hardware auf den Markt gebracht. Intel hat jetzt offiziell die Workstation-Prozessoren der Xeon 600-Serie mit dem Codenamen Granite Rapids-WS auf den Markt gebracht, die direkt auf professionelle High-End-Systeme ausgerichtet sind.
Wie TechPowerUp berichtet, ersetzt die Xeon 600-Serie die auf Sapphire Rapids basierende Xeon W-2500- und W-3500-Reihe und zielt auf Single-Socket-Workstations ab. Intel positioniert die neue Familie direkt gegenüber AMDs AMD Ryzen Threadripper Pro 9000-Serie im Premium-Workstation-Segment.
Die Xeon 600-Serie konzentriert sich auf reines P-Core-Design
Intel baute die Xeon 600-Serie ausschließlich auf Redwood Cove P-Kernen auf und verzichtete gänzlich auf E-Kerne. Das Sortiment umfasst 11 SKUs, die vom Einsteigermodell bis zum ungewöhnlich aggressiven Flaggschiff reichen.
An der Spitze sitzt der Xeon 698X, der 86 Kerne und 172 Threads sowie einen riesigen 336 MB großen L3-Cache bietet. Der Chip läuft mit einem Basistakt von 2,0 GHz und beschleunigt mit Turbo Boost Max 3.0 auf bis zu 4,8 GHz oder mit Turbo Boost 2.0 auf 4,6 GHz. Intel bestätigte außerdem, dass der Xeon 698X vollständige Übertaktung unterstützt, ein seltener Schritt für einen Xeon-Workstation-Prozessor.
Neue W890-Plattform erschließt PCIe- und Speicherbandbreite
Granite Rapids-WS stellt den neuen W890-Chipsatz vor und liefert bis zu 128 PCIe 5.0-Lanes direkt von der CPU. Intel kombiniert dies mit Achtkanal-DDR5-6400-RDIMM-Speicherunterstützung und ermöglicht Konfigurationen mit bis zu 4 TB Systemspeicher.
Intel hat im Vergleich zur vorherigen Xeon-Workstation-Generation auch die Cache-Größen erweitert und CXL 2.0-Unterstützung hinzugefügt. Diese Änderungen zielen auf Multi-GPU-Builds, Hochgeschwindigkeits-Speicher-Arrays und datenintensive professionelle Arbeitsabläufe ab.
KI und Content-Erstellung bleiben Kernziele
Intel hebt umfassende Plattformfunktionen wie vPro Enterprise und Intel Deep Learning Boost hervor, darunter VNNI, AVX-512 und AMX. Das Unternehmen richtet diese Prozessoren auf KI-Inferenz, erweiterte Rechenaufgaben und professionelle Workloads zur Inhaltserstellung aus.
Laut internen Daten von Intel bietet die Xeon 600-Serie eine bis zu 9 % höhere Single-Thread-Leistung und eine bis zu 61 % höhere Multi-Thread-Leistung im Vergleich zu den Xeon W-2500- und W-3500-Chips. Intel weist darauf hin, dass der Core Ultra 5 245K in einigen Single-Threaded- und CAD-Szenarien immer noch führend sein kann, während der Xeon 600 bei 3D-Rendering, fotorealistischen Workloads und linearen Algebra-Aufgaben glänzt.
Die Preise beginnen bei 499 US-Dollar für den Xeon 634 mit 12 Kernen und steigen auf 7.699 US-Dollar für das Flaggschiff Xeon 698X. Intel wird einige Modelle als Boxed-CPUs verkaufen, während andere ausschließlich über OEM-Workstation-Systeme ausgeliefert werden.
In verwandten Entwicklungen hat Intel kürzlich XeSS 3 durch ein Treiber-Update auf Arc-GPUs gebracht. Begeisterte Benutzer haben bereits einen Workaround entdeckt, der XeSS 3 auf nicht unterstützter Hardware ermöglicht und so das Grafik-Ökosystem von Intel neben dem neuen Workstation-Push im aktiven Wandel hält.
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