
Das neue Sharing-Modell verspricht eine einfachere Skalierung und eine bessere Wiederverwendung von Ressourcen
Microsoft hat eine öffentliche Vorschau eingeführt, die es Azure-Benutzern ermöglicht, Kapazitätsreservierungsgruppen (CRGs) über Abonnements hinweg zu teilen. Es handelt sich um eine lang erwartete Funktion, die das Ressourcenmanagement vereinfachen und die Infrastrukturkosten senken soll.
Bisher konnten Organisationen virtuelle Maschinen nur innerhalb einer Kapazitätsreservierungsgruppe bereitstellen, die an ein einzelnes Abonnement gebunden war. Jetzt können Administratoren reservierte Rechenkapazität mit anderen Abonnements teilen und so neue Möglichkeiten für die Wiederverwendung von Ressourcen, eine zentrale Kapazitätskontrolle und eine verbesserte Skalierbarkeit erschließen.
Wie funktioniert das neue Sharing-Modell?
Im neuen Setup benötigen Sie mindestens zwei Abonnements:
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Ein Anbieterabonnement, das die Kapazitätsreservierungsgruppe erstellt und hostet.
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Ein Verbraucherabonnement, das Zugriff auf die Bereitstellung von VMs unter Verwendung dieser reservierten Kapazität erhält.
Beispielsweise kann ein Unternehmen jetzt eine Disaster Recovery CRG für Entwicklungs- und Test-Workloads in Nicht-Produktionsumgebungen umfunktionieren. Zur Erinnerung: Das war vorher nicht möglich.
Künftig kann jedes CRG mit bis zu 100 Verbraucherabonnements geteilt werden, was Unternehmen enorme Flexibilität bei der Ressourcenzuweisung gibt. Allerdings weist Microsoft darauf hin, dass die Portalunterstützung noch nicht verfügbar ist. Das bedeutet, dass Benutzer auf APIs oder Azure-Clients angewiesen sind. Darüber hinaus können VM-Skalierungssätze während eines Zonenausfalls nicht erneut bereitgestellt werden, wenn gemeinsam genutzte CRGs verwendet werden.
Warum ist es für Azure-Kunden wichtig?
Dieses Update könnte für große Unternehmen, die mit mehreren Abonnements jonglieren, von entscheidender Bedeutung sein. Die Möglichkeit, Kapazitätsreservierungen zu teilen, trägt dazu bei, Überbereitstellung zu reduzieren und entspricht der wachsenden Nachfrage nach teamübergreifender Zusammenarbeit bei der Cloud-Ressourcenplanung.
Durch die Kombination der CRG-Freigabe mit Azure Reserved VM Instances (RIs) können Kunden nun sowohl Kosteneinsparungen als auch Kapazitätssicherung erzielen. Und es ist sehr wichtig für geschäftskritische Workloads, die eine garantierte Rechenverfügbarkeit erfordern.
Microsoft weist außerdem darauf hin, dass zugehörige Dokumentation und API-Beispiele für die neue Funktion auf dem offiziellen Azure-Portal verfügbar sind
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