Mesa-Update bringt Vulkan 1.4 und große AMD Ray Tracing-Gewinne

/de/images/amd-mesa-update.jpg

Während AMD einen neuen Adrenalin-Treiber für Windows-Benutzer herausgebracht hat, erhalten Linux-Spieler ein eigenes großes Upgrade.

Laut VideoCardz wurde Mesa 26.0.0 offiziell als neuestes Funktionsupdate des Open-Source-Grafikstapels veröffentlicht, der auf Linux-Systemen und sogar im Windows-Subsystem für Linux verwendet wird.

Mesa 26.0.0 bringt Vulkan 1.4 und wichtige Treiber-Upgrades

Mesa 26.0.0 bietet Unterstützung für Vulkan 1.4, OpenGL 4.6, OpenGL ES 3.2 und OpenCL 3.0 und stärkt damit seine Position als Rückgrat der Linux-Grafik.

Das Update führt umfassende Verbesserungen für AMD, Intel, NVIDIA und mehrere mobile GPU-Treiber ein. Vulkan-Wartungserweiterungen und Funktionsaktionen werden auf den ANV-Treibern von Intel, dem NVK von NVIDIA und den RADV-Treibern von AMD angeboten. RADV fügt außerdem eine benutzerdefinierte Auflösungsoption hinzu, während NVK die Unterstützung für das Verwerfen von Rechtecken einführt.

Mesa wird jetzt mit aktualisierten HDR-bezogenen Korrekturen sowie mehreren Verbesserungen unter der Haube ausgeliefert, die die Stabilität und Funktionsvollständigkeit verbessern sollen.

AMD Radeon Raytracing verzeichnet große Leistungssteigerungen

Ein großes Highlight von Mesa 26.0.0 ist die verbesserte Raytracing-Leistung für AMD Radeon-GPUs mithilfe des RADV Vulkan-Treibers.

Die Entwickler implementierten Änderungen bei der Pipeline-Kompilierung und reduzierten das Shader-Inlining, was die Raytracing-Arbeitslast erheblich verbesserte. Mesa-Entwicklerin Natalie Vock berichtete während des Tests über mehr als doppelt so schnelle Raytracing-Durchläufe in Ghostwire Tokyo.

In einem zitierten Beispiel stieg die Leistung einer Radeon RX 7900 XTX in Raytracing-Szenarien von etwa 30 FPS auf etwa 40 FPS. Für Linux-Gamer, die High-End-RDNA-GPUs verwenden, stellt dies einen spürbaren Fortschritt dar.

RADV verzichtet außerdem auf mehrere RADV_DEBUG-Optionen zugunsten neuer driconf-Variablen, wodurch Konfigurations- und Debugging-Workflows optimiert werden.

RadeonSI wechselt standardmäßig zu ACO

Mesa 26.0.0 ändert auch die Funktionsweise von RadeonSI. Der Treiber verwendet jetzt standardmäßig den ACO-Compiler, wodurch die ISA-Generierung, die Kompilierungszeiten und die Gesamtleistung der GPU verbessert werden.

Durch diese Verschiebung wird RadeonSI enger an den leistungsorientierten Pfad angeglichen, der bereits in RADV verwendet wird, was potenziell einem breiten Spektrum von AMD-Benutzern zugute kommt, die über Vulkan-Workloads hinausgehen.

KosmicKrisp und mobile GPU-Verbesserungen

Mesa 26.0 führt „KosmicKrisp“ ein, einen neuen Vulkan-to-Metal-Layer-Treiber, der für macOS entwickelt wurde. Diese Ergänzung erweitert Mesas experimentelle Reichweite über herkömmliche Linux-Bereitstellungen hinaus.

Auch mobilen GPU-Treibern wird in dieser Version Aufmerksamkeit geschenkt. Updates für Qualcomm Adreno, PowerVR und PanVK sorgen für eine weitere Verbesserung der Leistung und Kompatibilität auf ARM-basierten Systemen.

Mesa 26.0.0 wurde am 11. Februar 2026 offiziell veröffentlicht. Der Quell-Tarball und die Signatur sind über das offizielle Mesa-Archiv verfügbar, während die meisten Benutzer das Update über ihre Linux-Distributions-Repositorys erhalten.

Unterdessen ist Mesa 25.3.6 als letzte Bugfix-Veröffentlichung im 25.3-Zweig für den 18. Februar 2026 geplant.

Im Rahmen anderer AMD-bezogener Entwicklungen hat das Unternehmen kürzlich damit begonnen, Crimson Desert mit ausgewählten Ryzen 9000-CPUs und Radeon RX 9070-GPUs zu bündeln. Berichten zufolge wird AMD FSR 4 auch in Zukunft weiterhin die RDNA 4-Architektur nutzen, was auf weitere GPU-fokussierte Updates in naher Zukunft schließen lässt.

*️⃣ Quelllink:

AMD hat einen neuen Adrenalin-Treiber herausgebracht, VideoCardz, der Crimson Desert mit ausgewählten Ryzen 9000-CPUs bündelt. AMD FSR 4 wird weiterhin RDNA 4 nutzen.