
Laut CNBC hat Anthropic-CEO Dario Amodei die Verhandlungen mit dem US-Verteidigungsministerium wieder aufgenommen, nachdem frühere Gespräche darüber gescheitert waren, wie das Militär die Claude-KI-Modelle des Unternehmens nutzen könnte.
An den erneuten Diskussionen ist Berichten zufolge Emil Michael, der Unterstaatssekretär für Forschung und Technik des Pentagons, beteiligt, nachdem es Ende letzter Woche zu einer Panne kam, bei der es um Beschränkungen ging, die Anthropic der militärischen Nutzung auferlegen wollte.
Warum die Gespräche des Anthropic- und Verteidigungsministeriums scheiterten
Die Verhandlungen scheiterten, nachdem es Meinungsverschiedenheiten über die Leitplanken für Claude in Verteidigungsnetzwerken gab.
Berichten zufolge drängte Anthropic auf Garantien, dass die Modelle keine inländische Überwachung oder autonome Waffensysteme unterstützen würden. Berichten zufolge argumentierte das Verteidigungsministerium, dass es die Fähigkeit benötige, die Technologie für jeden rechtmäßigen Zweck zu nutzen.
Amodei sagte Berichten zufolge, die Gespräche seien gescheitert, nachdem das Pentagon die Entfernung der Formulierung mit Bezug auf die „Analyse massenhaft erfasster Daten“ beantragt hatte, von der Anthropic befürchtete, dass sie eine groß angelegte Überwachung ermöglichen könnte.
Fallout in Washington
Nach dem Zusammenbruch wies Präsident Donald Trump die Bundesbehörden an, den Einsatz anthropischer Instrumente einzustellen.
Verteidigungsminister Pete Hegseth drohte dem Bericht zufolge auch damit, Anthropic als nationales Sicherheitsrisiko für die Lieferkette einzustufen.
Das Pentagon hatte Anthropic zuvor einen 200-Millionen-Dollar-Auftrag erteilt, der es Claude ermöglichen würde, in geheimen Regierungsnetzwerken zu laufen, was es zum ersten großen KI-Modell machte, das in diesem Umfeld eingesetzt wurde, sagte CNBC.
OpenAI-Deal heizt den Streit weiter an
Die Pattsituation verschärfte sich, als OpenAI einen separaten Pentagon-Vertrag unterzeichnete, der online Gegenreaktionen auslöste.
Sam Altman, CEO von OpenAI, sagte später, die Vereinbarung sei möglicherweise zu schnell erfolgt und argumentierte, dass Beamte Anthropic dem Bericht zufolge nicht als Sicherheitsrisiko bezeichnen sollten.
Der Streit verdeutlicht eine zunehmende Bruchlinie in der KI: Unternehmen wollen durchsetzbare Beschränkungen für die Nutzung leistungsstarker Modelle durch Kunden, während Regierungen Flexibilität für Sicherheitsmissionen wünschen.
Während die Gespräche wieder aufgenommen werden, stehen beide Seiten nun vor einer wichtigeren Frage als der Vertragsgröße oder der Bereitstellungsgeschwindigkeit: Wer legt die Grenzen fest, wenn fortschrittliche KI in militärische und nachrichtendienstliche Arbeitsabläufe Einzug hält?
*️⃣ Quelllink:
CNBC wies die Bundesbehörden an, Anthropic nicht mehr als nationales Sicherheitsrisiko für die Lieferkette zu nutzen, OpenAI unterzeichnete einen separaten Pentagon-Vertrag, OpenAI-CEO Sam Altman sagte später: