
Obwohl die anhaltende Speicherknappheit die DRAM- und SSD-Preise in die Höhe treibt, treiben Speicherhersteller weiterhin Festplatteninnovationen voran. Laut VideoCardz hat Western Digital zwei neue HDD-Technologien angekündigt, die darauf abzielen, die Bandbreite und die sequentielle Leistung deutlich zu steigern.
Dual Pivot zielt auf höhere sequentielle E/A ab
Die Dual Pivot-Technologie von Western Digital führt einen zweiten, unabhängig gesteuerten Aktuator ein, der an einem eigenen Drehpunkt in einer standardmäßigen 3,5-Zoll-Festplatte montiert ist. Laut WD kann dieser Ansatz im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten mit einem Aktuator bis zu 2-mal mehr sequentielle I/O liefern.
Im Gegensatz zu früheren Dual-Aktuator-Designs vermeidet Dual Pivot Kompromisse wie eine verringerte nutzbare Kapazität oder die Notwendigkeit kundenseitiger Softwareänderungen. WD hat die Technologie so konzipiert, dass sie sich nahtlos in bestehende Plattformen integrieren lässt, was den Einsatz in Unternehmen und im Hyperscale-Bereich erleichtert.
Laufwerke mit hoher Bandbreite skalieren den Durchsatz weiter
Dual Pivot arbeitet mit der High Bandwidth Drive-Technologie von WD zusammen. Dieses Design ermöglicht gleichzeitige Lese- und Schreibvorgänge mit mehreren Köpfen über mehrere Spuren. WD behauptet, dass High-Bandwidth-Laufwerke bereits bis zur 2-fachen Bandbreite liefern können, wobei eine längerfristige Roadmap auf bis zu 8-fache Bandbreite abzielt, wenn die Technologie ausgereift ist.
In Kombination könnten die Dual-Pivot- und High-Bandwidth-Drive-Technologien den sequenziellen I/O-Vorgang um das bis zu Vierfache steigern, insbesondere da die Festplattenkapazitäten weiter skaliert werden.
Roadmap weist auf massive Kapazitätsziele hin
Ein separater Bericht von PC Watch konzentriert sich eher auf die langfristigen Skalierungsziele von WD als auf kurzfristige Produkte. Diese Ziele umfassen bis zu 10 TB pro Platte und bis zu 14 Platten pro Laufwerk, was eine theoretische Obergrenze von etwa 140 TB pro Festplatte impliziert. WD hat diesen Zahlen keinen bestätigten Produktzeitplan beigefügt.
Kurzfristig bestätigte WD, dass sich seine 40-TB-UltraSMR-ePMR-Festplatte derzeit bei zwei Hyperscale-Kunden in der Qualifizierung befindet. Das Unternehmen plant, in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 mit der Serienproduktion zu beginnen.
Mit Blick auf die weitere Zukunft verlässt sich Western Digital weiterhin auf HAMR (Heat-Assisted Magnetic Recording), um bis 2029 Festplatten mit 100 TB zu erreichen und so Magnetspeicher auch bei schwankenden Flash-Preisen wettbewerbsfähig zu halten.
In anderen Branchennachrichten erforschen Qualcomm und AMD SOCAMM2-Speicher für KI-Hardware, während SEAVIV den All-in-One-PC AidaONE R27 vorgestellt hat.
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