
EWS-Ruhestand beginnt im Jahr 2026: Was IT-Administratoren jetzt tun müssen
Microsoft hat die Einstellung der Exchange-Webdienste in Exchange Online bestätigt und Kunden an die bevorstehende Einstellung erinnert. Wie Neowin berichtet, hat das Unternehmen nun weitere Details zum Ablauf des Ausstiegs mitgeteilt.
Die schrittweise Stilllegung von EWS beginnt im Jahr 2026
Die schrittweise Einstellung der Exchange-Webdienste in Exchange Online beginnt im Oktober 2026. Die vollständige Einstellung von Microsoft 365 und Exchange Online folgt im Jahr 2027.
EWS im lokalen Exchange Server ist nicht betroffen. Die Änderungen gelten nur für Exchange Online in Microsoft 365.
Microsoft wird den Übergang ab dem 1. Oktober 2026 auf Mandantenbasis mithilfe der EWSEnabled-Richtlinie verwalten. Bis zu diesem Datum bleibt der EWS-Zugriff unabhängig vom EWSEnabled-Wert zulässig.
Wenn EWSEnabled auf „True“ gesetzt ist, behalten ab Oktober 2026 nur Anwendungen auf einer neu eingeführten AppID-Zulassungsliste den Zugriff. Wenn es auf „Falsch“ gesetzt ist, wird der gesamte EWS-Zugriff blockiert. Wenn EWSEnabled auf Null belassen wird, bleibt der EWS-Zugriff zulässig und die Zulassungsliste wird ignoriert.
Zulassungsliste, Fristen und endgültiges Herunterfahren
IT-Administratoren verwalten die AppID-Zulassungsliste über Exchange Online PowerShell. Wenn EWSEnabled auf „True“ gesetzt ist, aber keine Zulassungsliste konfiguriert ist, generiert Microsoft automatisch eine.
Wenn Administratoren EWSEnabled vor September 2026 als „True“ konfigurieren, wird Microsoft es im Oktober nicht automatisch auf „False“ umstellen. Selbst wenn Microsoft es während des Phasenzeitraums auf „Falsch“ setzt, können Administratoren es bis zum 1. April 2027 manuell wieder aktivieren.
Nach dem 1. April 2027 können Administratoren EWSEnabled nicht mehr ändern. Zu diesem Zeitpunkt wird EWS in Exchange Online dauerhaft deaktiviert, ohne dass Ausnahmen oder Verlängerungen gewährt werden.
Microsoft plant außerdem, vorübergehende „Scream-Tests“ durchzuführen, indem EWS deaktiviert wird, um Organisationen bei der Identifizierung von Abhängigkeiten zu helfen. Mandanten, deren EWSEnabled auf „True“ gesetzt ist, werden nicht in diese Tests einbezogen.
Das Unternehmen empfiehlt IT-Administratoren dringend, die aktuelle EWS-Nutzung zu überprüfen, bei Bedarf die Zulassungsliste zu konfigurieren und Anwendungen so schnell wie möglich auf Microsoft Graph zu migrieren, das nahezu Funktionsparität und ein modernes API-Erlebnis bietet.
In ähnlichen Nachrichten untersuchte Microsoft kürzlich einen Exchange Online-Vorfall, bei dem legitime E-Mails fälschlicherweise als Phishing gekennzeichnet wurden. Das Unternehmen hat Administratoren außerdem davor gewarnt, lokale Postfachverschiebungen in Exchange Online zu verwenden.
*️⃣ Quelllink:
bestätigte die Abschaltung der Exchange-Webdienste, Neowin, fälschlicherweise wurden legitime E-Mails als Phishing gekennzeichnet, lokale Postfächer wurden in Exchange Online verschoben,