
NVIDIAs Flaggschiff-GPU steht wieder im Rampenlicht, nachdem online ein weiterer Überhitzungsfall mit der GeForce RTX 5090 aufgetaucht ist. Ein Benutzerbericht auf Mobile01 legt nahe, dass selbst eine Verringerung der Leistungsaufnahme das Risiko einer Überhitzung des 12V-2×6-Steckers möglicherweise nicht vollständig beseitigt.
Die unter Spannung stehende RTX 5090 erleidet immer noch Hitzeschäden
Der jüngste Vorfall betraf eine Gigabyte AORUS Master ICE GeForce RTX 5090. Online veröffentlichte Fotos zeigen sichtbare Hitzeschäden am GPU-seitigen 12V-2×6-Anschluss, wobei sich die Schmelze eher auf die obere Stiftreihe als auf den gesamten Stecker konzentriert.
Dem Bericht zufolge hat der Benutzer die Karte mit einer Unterspannung von 0,9 V und einer strengen Leistungsobergrenze von 500 W betrieben. Enthusiasten nutzen diese Konfiguration häufig, um die Thermik zu reduzieren und vorübergehende Leistungsspitzen zu begrenzen. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen war der Stecker immer noch überhitzt.
Das erste Warnsignal kam Berichten zufolge in Form wiederholter Spielabstürze. Erst später entdeckte der Benutzer physische Schäden im Bereich der Anschlussstifte.
Quelle: Mobile01
Warum eine geringere Leistung möglicherweise nicht ausreicht
Technisch gesehen verringert die Reduzierung der Gesamtleistung der Platine die elektrische Gesamtbelastung. Es beseitigt jedoch nicht Probleme, die durch schlechte Kontaktqualität oder ungleichmäßige Stromverteilung verursacht werden.
Wenn bestimmte Anschlüsse einen höheren Übergangswiderstand entwickeln, erwärmen sie sich unter Last schneller. Diese lokale Erwärmung erhöht den Widerstand weiter und erzeugt eine Rückkopplungsschleife. Wenn der Stecker weicher wird oder sich verformt, verschlechtert sich der mechanische Sitz und die Stromverteilung wird noch ungleichmäßiger.
In diesem Fall trat auf der GPU-Seite des Anschlusses ein Schmelzen auf. Dieses Detail deutet darauf hin, dass Kontaktsitz, Kabelspannung oder Anschlusstoleranzen eine Rolle spielen könnten und nicht nur die Netzteilleistung.
Berichten zufolge verwendete das System einen 16-Pin-Adapter, der eine zusätzliche Verbindung zwischen dem Netzteil und der GPU herstellt. Jede zusätzliche Verbindung kann die Variabilität der Anschlussqualität und -ausrichtung erhöhen.
Ungleichmäßige Stromverteilung bleibt ein Kernproblem
Mehrpolige Hochleistungssteckverbinder basieren auf einem ausgeglichenen Stromfluss über parallele Stifte. Wenn einige Pins aufgrund des etwas höheren Widerstands an anderen mehr Strom führen, können sich Hotspots bilden.
Dies erklärt, warum Fehler häufig auf eine Reihe von Stiften beschränkt sind, anstatt dass der gesamte 12V-2×6-Stecker gleichmäßig abschmilzt.
Selbst bei einer Leistungsbegrenzung von 500 W kann der konzentrierte Stromfluss durch weniger Anschlüsse an bestimmten Kontaktpunkten sichere thermische Grenzwerte überschreiten.
Best Practices zur Risikominderung
Spezialisten der PC-Hardware-Community weisen weiterhin auf einige praktische Vorsichtsmaßnahmen beim Einsatz von Hochleistungs-GPUs hin.
Sie empfehlen die Verwendung eines nativen 12V-2×6-Kabels, das direkt vom Netzteil geliefert wird, anstatt sich auf Adapter zu verlassen. Bauherren sollten den Stecker außerdem vollständig einschieben, bis er einrastet, enge Biegungen in der Nähe des Steckers vermeiden und seitlichen Druck vermeiden, der die Ausrichtung mit der Zeit lockern könnte.
Dennoch deuten aktuelle Vorfälle darauf hin, dass eine Senkung der Spannungs- und Leistungsgrenzwerte allein das Risiko einer steckerbedingten Überhitzung nicht vollständig beseitigen kann.
Größere GPU-Bedenken bestehen weiterhin
Dieser Vorfall trägt zu einer wachsenden Liste von High-End-GPU-Problemen bei. Kürzlich tauchten Berichte auf, dass ein MSI RTX 5090 Lightning Z-Prototyp unter extremen Überhitzungsbedingungen Risse bekam. Gleichzeitig steigen die Preise für RTX 5090 und RTX 5070 Ti weiter, wobei die durchschnittlichen GPU-Preise Berichten zufolge um rund 15 % steigen.
Da die Nachfrage nach GPUs der Spitzenklasse weiterhin stark ist, werden Stromversorgung und Anschlusszuverlässigkeit für Enthusiasten und Hersteller gleichermaßen zu immer wichtigeren Themen.
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